Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani setzen die USA ihre Bombardierungen auf Ziele im Irak fort und wollen weitere tausende Soldaten in die Region entsenden. Es gibt Befürchtungen, dass die USA mit ihren militärischen Angriffen einen neuen Golfkrieg entfachen.

Wenige Tage nach der gezielten Tötung des Kommandanten der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Kassem Soleimani, in der Nähe des Flughafens der irakischen Hauptstadt Bagdad durch die USA halten die Massenproteste im Iran und Irak gegen die USA und ihre militärische Präsenz wie auch die Angriffe in der Region an.

Während der US-Präsident Donald Trump die militärische Aktion als großen Erfolg feiert, die schon viel früher hätte durchgeführt werden sollen, kündigte der Nationale Sicherheitsrat des Iran unterdessen in einer Erklärung „schwere Vergeltung“ für die Ermordung Soleimanis an: „Amerika wird den Konsequenzen dieser Fehleinschätzung nicht einfach ausweichen können“, erklärte das höchste iranische Gremium für Verteidigungsangelegenheiten.

Proteste gegen US-amerikanische Bombardierungen – Botschaft in Bagdad gestürmt

Warnung vor neuem Golfkrieg

UN-Generalsekretär António Guterres rief die beteiligten Staats- und Regierungschefs zu „maximaler Zurückhaltung“ auf. „Die Welt kann sich keinen weiteren Golfkrieg leisten“, mahnte Guterres.

Auch andere Regierungschefs wie Emmanuel Macron, Wladimir Putin, der britische Außenminister Dominic Raab und Bundesaußenminister Heiko Maas warnten vor einer weiteren Eskalation und riefen zur Zurückhaltung auf.

Tausende weitere US-Soldaten kommen

In diesem Konflikt entsandten die USA In den vergangenen Tagen bereits 750 Soldaten der 82. Luftlandedivision nach Kuwait. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums kündigte an, dass aufgrund der verstärkten Bedrohung US-amerikanischer SoldatInnen weitere 3.000-3.500 SoldatInnen folgen würden. – Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, heißt es dazu aus Regierungskreisen in Washington.