Alle fünf Jahre veröffentlicht das Stockholmer Friedensforschungsinstitut „Sipri“ einen Bericht über den globalen Waffenhandel, der diesen Zeitraum mit den vorherigen fünf Jahren vergleicht. Nun wurde der aktuelle Bericht veröffentlicht. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Global gab es einen durchschnittlichen Anstieg von 5,5 Prozent des Handels mit schweren Waffen und Waffensystemen.

Demnach baute vor allem Frankreich seine Stellung aus. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 konnte das Land 73% mehr Waffen verkaufen als zwischen 2010 und 2014. Damit steht es nun mit einem Anteil von fast 8% am Weltmarkt auf Platz 3 der Waffenexporteure.

Unveränderte Nummer 1 sind die USA, gefolgt von Russland. Die Vereinigten Staaten konnten ihre Lieferungen um rund ein Viertel steigern und haben damit einen Weltmarktanteil von 36%.

Russland hingegen verbucht – vor allem aufgrund zurückgehender Exporte nach Indien – ein Minus von 18%. Mehr als die Hälfte seiner Waffen gingen dabei in den Nahen Osten, wovon wiederum die Hälfte nach Saudi-Arabien geliefert wurde.

Deutschland liegt in der Liste auf Platz 4 vor China und Großbritannien. Ein Drittel der deutschen Lieferungen waren dabei in den letzten fünf Jahren U-Boote. Damit wurde der Export der BRD um 17% gesteigert werden, was einem Weltmarktanteil von 5,8% entspricht. Ein Drittel der Waffen ging nach Asien und Ozeanien.

Saudi-Arabien ist größter Abnehmer. Laut Sipri war Saudi-Arabien der Staat, der von 2015 bis 2019 die meisten Waffen kaufte. Das ist vor allem in Anbetracht des Jemen-Kriegs, in den die Monarchie tief verwickelt ist, brisant. Andere große Abhnehmer sind Indien, Ägypten, Australien und China.


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