Derzeit beherrscht das Coronavirus die Medien und die Maßnahmen der Politiker. Es handelt sich um ein Virus, gegen das es noch keine Medikamente und Impfung gibt. Im Gegensatz zu Tuberkulose. Jedes Jahr sterben an dieser Infektionskrankheit über 1,5 Millionen Menschen – müssten es aber nicht. 

Die Tuberkulose ist laut der Vereinten Nationen die Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen. Im Jahr 2018 seien weltweit rund 1,5 Millionen Menschen daran gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation in Genf anlässlich des heutigen Welt-Tuberkulose-Tags mit.

Pro Jahr infizieren sich demnach weltweit rund zehn Millionen Menschen mit Tuberkulose. Doch nur ein Bruchteil bekomme heute vorbeugend lebensrettende Medikamente, die längst entwickelt sind. Aus diesem Grund sterben laut WHO täglich mehr als 4.000 Personen an der Infektionskrankheit.

Betroffen sind dabei besonders Länder außerhalb der EU. Doch selbst in Deutschland starben im Jahr 2017 101 Menschen an Tuberkulose.

2018 starben weltweit außerdem über 405.000 Menschen an Malaria und 140.000 Menschen an Masern. Am stärksten sind arme Länder davon betroffen. Es fehlt an allem: Diagnostik, Logistik, Finanzierung und Medikamenten. Die Ursache dafür ist, dass nicht genügend Geld für die Gesundheit aller Menschen auf dieser Welt eingesetzt wird.

Welcher Virus ist tödlicher – Corona oder Kapitalismus?


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