Das größte Wohnungsunternehmen Deutschlands, Vonovia, hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn um rund 8% erhöht. Dabei spielen insbesondere Mieteinnahmen eine große Rolle. So hob die Vonovia die Miete um durchschnittlich 6% im letzten Jahr an. Das Unternehmen steht in der Kritik, damit die Mietpreise in ganz Deutschland in die Höhe zu treiben.

Im vergangenen Jahr stieg der operative Gewinn, der sogenannte Group FFO, beim Wohnungskonzern Vonovia um rund 8% auf 1.218,6 Mio. €. (2018: 1.132,0 Mio. €). Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen heute in Bochum veröffentlichte.

Der wesentliche Einnahmeposten ist dabei die Miete. Allein in Deutschland besitzt Vonovia rund 356.000 Mietwohnungen. Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr bei einem weiterhin geringen Leerstand um rund 10 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Die Miete erhöhte sich damit auf 6,93 Euro pro Quadratmeter – das waren rund 6% mehr als 2018.

Es gibt keine Alternative zur Enteignung!

Immer wieder steht Vonovia in der Kritik, überzogene Mieten zu verlangen und durch seine Marktmacht Mieten auch allgemein in die Höhe zu treiben. Auch die Nebenkostenabrechnungen führen zu Protesten von MieterInnen.

Des weiteren verdankt der DAX-Konzern die eigene Expansion den Übernahmen der Wohnungsunternehmen Buwog und Victoria Park sowie der Akquisition des Wohnungsbauunternehmens Hembla in Schweden.

Das alles freut die Aktionäre. Anleger sollen für das vergangene Geschäftsjahr eine um 13 Cent höhere Dividende von 1,57 Euro je Aktie erhalten. Für das nächste Jahr will Vonovia noch mehr Gewinn machen: Für 2020 erwartet das Unternehmen einen Profit in Höhe von rund 1,275 Mrd. € – 1,325 Mrd. €.


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