Am Sonntagabend haben die erdölexportierenden Staaten der Opec, zu denen unter anderem Russland und Saudi-Arabien zählen, in einer Video-Sondersitzung eine historische Reduzierung der täglichen Fördermenge beschlossen.

Diese soll dazu dienen, die Öl-Märkte zu stabilisieren. In den letzten Wochen war der Ölpreis im Zuge der Wirtschaftskrise dramatisch gefallen.

Wie die mexikanische Energieministerin Rocío Nahle auf Twitter bekannt gab, einigten sich die Länder darauf, insgesamt 9,7 Millionen Barrel (1 Barrel=159 Liter) täglich weniger zu fördern.

Diese Einschnitte, die einen Einbruch von etwa 10% in der täglichen weltweiten Ölförderung bedeuten, gelten vorerst für Mai und Juni.

Die schlimmste Wirtschaftskrise aller Zeiten? Teil 1

Noch am Freitag sollte die Menge 300.000 Barrel höher liegen. Das entspricht der Menge an Öl, die Mexiko nicht bereit war zu reduzieren. Statt 400.000 Barrel weniger pro Tag fördert Mexiko nun also nur 100.000 weniger.

Die 300.000 Barrel werden nun von den USA reduziert, welche nicht zur OPEC zählen. Mexiko bezweckt damit den weiteren Aufbau des verschuldeten Staatskonzerns Petroleos Mexicanos für Mineralöl und eine Lösung aus der Abhängigkeit des Öl-Imports bei gleichzeitigem Stabilisieren des weltweiten Ölpreises. So kommen unter anderem fast 70% des in Mexiko verbrauchten Benzins nicht aus der eigenen Förderung.


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