Bei einem faschistischen Elitesoldaten wurden im Mai 2 kg Sprengstoff gefunden. Dieser stammt wohl aus den Reserven der – von Faschisten durchsetzten – Eliteeinheit der Bundeswehr – dem Kommando Spezialkräfte (KSK). Dort sind jedoch offiziell mindestens 62 KG Sprengstoff verschwunden. Bisher ist unklar, wo dieser geblieben ist.

Mitte Mai wurde auf dem Privatgrundstück eines Oberstabsfeldwebels der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK ein Waffenversteck ausgehoben. Es enthielt neben einer AK-47, einem SS-Liederbuch und Aufklebern mit Nazi-Motiven auch rund 2 kg Plastiksprengstof des Typs PETN (Pentaerythrityltetranitrat). PETN-Pulver kommt etwa in Handgranaten oder als Bestandteil des Plastiksprengstoffs Semtex zur Anwendung.

Wie das Verteidigungsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei-Politikerin Martina Renner antwortete, handele es sich dabei um einen Teil der 62 kg Sprengstoff, die derzeit im Bestand des KSK offiziell fehlen. Es ist jedoch nur ein kleiner Teil.

Über den Verbleib des fehlenden Sprengstoffs solle eine Generalinventur Klarheit verschaffen, die bis zum Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein werde, heißt es in der Antwort des Ministeriums.

Eine Generalinventur bedeutet, dass das gesamte Waffenarsenal noch einmal einzeln gezählt und aufgelistet wird. Damit geht das Ministerium davon aus, dass der Sprengstoff noch in den Lagern liegen muss. Doch scheint nach dem ersten Fund bei einem faschistischen Soldaten das Gegenteil wahrscheinlicher – nämlich, dass es noch weitere Waffenverstecke gibt. Danach scheint das Ministerium jedoch vor Anfang 2021 nicht suchen zu wollen.


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