Unter der Wirtschaftskrise leiden bereits viele Arbeiter:innen in Deutschland finanziell. Die meisten und größten Einbußen haben dabei Geringverdiener:innen. Gleichzeitig steigt die Unzufriedenheit mit dem Corona-Management der Bundesregierung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts WSI, die im November zum dritten Mal in diesem Jahr mit 6 000 Arbeiter:innen durchgeführt wurde.

Demnach habe sich das Einkommen von 40 Prozent der Befragten „durch die Pandemie“ verringert. Das entspricht einer Zunahme von acht Prozent seit Juni. Betroffen sind dabei rund die Hälfte der Arbeiter:innen, die höchstens 1500 Euro im Monat zur Verfügung haben. Von denen, die 2000 Euro und mehr verdienen, ist es ein Drittel.

Auch die finanziellen Einschnitte selbst sind bei den Geringverdienenden tiefer. Bei der Hälfte von ihnen betragen diese mehr als 25 Prozent. Dies trifft auf höher verdienende nur bei jeder vierten Person zu.

Studie: Arme Menschen erleiden besonders hohe Einkommenseinbußen

Derweil sind nur noch 55 Prozent mit dem Krisenmanagement der Coronakrise zufrieden. Vor einem halben Jahr waren es noch zwei Drittel. Der Anteil der Menschen, die glauben, dass globale Eliten das Virus nutzen würden, sank von 40 Prozent im Juni auf 28 Prozent.

Dafür machen sich die Befragten inzwischen mehr Sorgen um ihre Gesundheit und 95 Prozent halten Hygienemaßnahmen ein und tragen Masken.


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