Stefan Dräger, Spross der Milliardärsfamilie Dräger und Chef des Beatmungsgeräteherstellers „Drägerwerk“, hat sich für die staatliche Nachverfolgung von Bewegungsprofilen ausgesprochen. Auch der ehemalige Wirtschafts- und Außenminister Sigmar Gabriel hatte dies kürzlich gefordert.

Führende Vertreter:innen des deutschen Kapitals fordern eine massive Aufweichung des Datenschutzes. So erklärte Drägerwerk-Chef Stefan Dräger gegenüber der Welt: „Um besser mit Corona leben zu können, könnte man darüber nachdenken, den Datenschutz aufzuweichen und dem Beispiel asiatischer Länder zu folgen.“ So werden beispielsweise in China seit Beginn der Pandemie weitreichend – u.a. mithilfe von Handydaten – Kontakte direkt nachverfolgt.

„Der Staat muss Bewegungsprofile auswerten und das Wissen darüber nutzen dürfen, wer mit wem an welchem Ort Kontakt hatte.“, fordert Dräger. Er sieht sich selbst als Vorkämpfer dafür, denn es traue „sich kaum einer, das zu sagen.“

Einer, der es kürzlich auch gesagt hat, ist der ehemalige SPD-Vorsitzende, Außen- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der mittlerweile im Aufsichtsrat der Deutschen Bank und Siemens Energy sitzt.

Er hatte vor wenigen Tagen im Podcast „Global Chances“ mit dem ehemaligen „Wirtschaftsweisen“ Ökonom Bert Rürup klar gefordert: „Wir hätten den Datenschutz zum tracken der Daten aufheben müssen, wir hätten die Corona-App verpflichtend machen sollen.“


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