Seit September hat die BRD keinen einzigen Menschen, der über das Mittelmeer flüchten musste, aufgenommen. Noch im Juni 2018 hatte die Bundesregierung versprochen, 1.314 Menschen aufzunehmen und ihr Versprechen bis heute nicht eingelöst.

Laut Informationen des Migazin richtete sich die BRD bis März 2020 nach einer Abmachung einiger EU-Staaten. Solange dieses vom Innenministerium geforderte Abkommen galt, beteiligte sich Deutschland an der Aufnahme von Geflüchteten. Als das Abkommen jedoch nach sechs Monaten auslief, nahmen auch die Aufnahmen plötzlich ab. Seitdem vergibt die Bundesregierung nur noch Ausnahmezusagen.

Die letzte derartige Zusage vergab sie im September 2020. 30 der 125 aus Seenot geretteten Personen auf der Alan Kurdi konnten in Deutschland aufgenommen werden. Wie das Migazin weiter berichtet, ist jedoch von diesen 30 Personen niemand tatsächlich nach Deutschland eingereist, für die meisten von ihnen ist dafür keine Begründung bekannt.

Eine Aufnahme in Deutschland bedeutet aber noch keine Bleibeperspektive. Nur 18.3 Prozent der Asylanträge von sogenannten „Mittelmeer-Flüchtlingen“ wurde positiv entschieden.


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