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Samstag, März 2, 2024
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    Ressourcenverbrauch bereits 70% höher als Erde reproduzieren kann

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    Dieses Jahr wurde bereits am 29. Juli 2021 der weltweite „Erderschöpfungstag“ erreicht. Hierbei wird das Datum als derjenige Aktionstag begangen, an dem die Nachfrage nach nachwachsenden Ressourcen durch den Menschen die jährliche Reproduktion des Planeten übersteigt.

    Bereits vor einem Jahr hat Perspektive-Online über den damaligen Erdüberlastungstag berichtet. Dies aber nicht wie letztes Jahr Ende August, sondern dieses mal bereits Ende Juli erreicht: Das Datum des globalen ökologischen Fußabdrucks des Menschen rückt im Kalender immer weiter nach vorn.

    Der Earth Overshoot Day gibt die biologische Kapazität des Planeten in Bezug auf Aufbau von Ressourcen, Aufnahme von Müll und Emissionen und den Bedarf an Wäldern, Nutzflächen, Wasser und Fischbeständen an. Gleichzeitig wird überschlagen, wie viele Erdkugeln die Menschheit bräuchte, um ihren jeweiligen Ressourcenhunger zu stillen.

    Ab dem diesjährigen 29. Juli lebt die Erdbevölkerung in einem Ressourcendefizit und bräuchte 1,74 Erden, um das jährliche Ressourceneinkommen zu kompensieren.  Im vergangenen Jahr lag der Tag am 22. August mit 1,6 Erdkugeln. Geht die Entwicklung weiter, wird die kapitalistische Weltproduktion bald zu einem doppelt so hohen Ressourcenverbrauch führen, wie die Erde eigentlich reproduzieren kann.

    Erster Overshoot Day 1971

    In den 70´er Jahren wurde die Grenze zum ersten Mal überschritten: Am 21. Dezember 1971 überstieg der jährliche Verbrauch an natürlichen Ressourcen die Kapazitäten der Erde. Noch zehn Jahre zuvor ließ die Menschheit bei ihrer Inanspruchnahme Ressourcen übrig. Seitdem verschiebt sich das Datum des Global Overshoot Day immer weiter nach vorn:

    • 1990 war es der 7. Dezember.
    • 1995 der 21. November.
    • 2000 der 1. November.
    • 2010 der 21. August.
    • 2019 bereits der 29. Juli.
    • Und 2020 der 22. August.

    Die Wirtschafts- und Coronakrise sorgte für einen kurzen Rückgang, bot aber keine Erholung. Nur während der ersten Lockdowns wurden weniger Ressourcen verbraucht. Nun existiert ein Rebound-Effekt und die Emissionen steigen wieder sprunghaft an. Allein für Deutschland war der jährliche Kipppunkt bereits im Mai erreicht. An diesem Tag hatte die Bundesrepublik all ihre rechnerisch zugestandenen Ressourcen für ein Jahr bereits verbraucht.

    Bei gleichbleibender Entwicklung und einem Wirtschaftssystem, das unverändert auf Profitmaximierung setzt und Umweltzerstörung als Kollateralschaden hinnimmt, wird die Menschheit ab 2050 jährlich zwei Planeten brauchen, um ihren Energie-Hunger zu stillen.

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