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Mittwoch, April 17, 2024
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    Mehr als 190 Angriffe auf Impfzentren

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    Überall in Deutschland kommt es immer wieder zu rechten Angriffen auf Impfzentren. Die meisten Angriffe gab es in Sachsen und Bayern.

    Bei den Angriffen handelt es sich, laut einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes, meist um Sachbeschädigungen. Aber auch Drohungen, Beleidigungen, körperliche Angriffe und in einem Fall Brandstiftung sind dabei. Bayern und Sachsen sind Spitzenreiter. In Bayern gab es seit Dezember 2020 54 Angriffe und in Sachsen alleine dieses Jahr 54. Besonders häufig kam es in der Impfaktionswoche vom 13.-19. September 2021 zu rechten Angriffen.

    Diese Angriffe werden bisher nicht einheitlich erfasst, laut der Umfrage gab es aber bisher mindestens 190 Fälle, die im Zusammenhang mit den Impfungen stehen. Die rechten Angriffe beschränken sich aber nicht nur auf Impfzentren, auch Einzelpersonen und Läden sind oft betroffen. In Schleswig-Holstein wurde gegenüber Schulpersonal, die an der Impfaktionswoche beteiligt waren eine Morddrohung ausgesprochen.

    Im August wurde ein Imbiss von einer Gruppe Corona-Leugner:innen angegriffen. Zuvor wurden zwei Corona-Leugner auf die Maskenpflicht verwiesen, da sie keinen Mund-Nase-Schutz trugen. Nach einer Auseinandersetzung verschwanden die Corona-Leugner und tauchten Stunden später mit einer größeren Gruppe auf. Sie wollten mit Pfefferspray, Schreckschusswaffen und Messern bewaffnet den Imbiss stürmen.

    Der wohl bekannteste und brutalste Fall ist der Mord aus Idar-Oberstein. Dort wurde der Mitarbeiter einer Tankstelle Alexander W. von einem Faschisten mit einem Kopfschuss ermordet, nachdem der ihn auf die Maskenpflicht hinwies.

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