Nach nunmehr drei Pandemie-Wellen sind noch immer keine großen Fortschritte beim Gesundheitsschutz in den Schulen zu erkennen. In Brandenburg möchte man nun Luftfilter zur Verfügung stellen – aber nicht für alle.

Die flächendeckende Ausstattung von Schulen mit Luftfilteranlagen war schon früh eine Forderung der Schüler:innenbewegung gewesen. Aktuell ist der Fortschritt von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Besonders enthusiastisch ist aber keiner bei der Anschaffung der Geräte.
So ist beispielsweise in Sachsen-Anhalt noch kein Cent der versprochenen staatlichen Förderung geflossen. Im ganzen Land sind bisher zwei Luftfilter in Schulen angebracht.

Die brandenburgische Kenia-Koalition hat sich nun entschlossen, nach mehr als eineinhalb Jahren Corona-Chaos an den Schulen 12,8 Millionen Euro für die Anschaffung von mobilen Luftreinigern an Berufs- und allgemeinbildenden Schulen sowie Kitas zur Verfügung zu stellen. Bis zum 24. November müssen die Anträge gestellt werden.

Allerdings ist die Anschaffung an bestimmte Bedingungen gebunden. So sollen sie nur in Räumen angebracht werden, in denen eine Durchlüftung nicht möglich ist, da die Fenster beispielsweise nur kippbar sind.

Kritik kommt von Elternvertreter:innen. So sagte einer von ihnen, René Mertens gegenüber dem rbb: „Das wird keiner Schule über den Winter helfen. Wir werden erleben, dass keine Mittel abgerufen werden.“ Außerdem würden die Mittel zu spät kommen. Auch mit einer schnellen Bearbeitung und Installation sei laut Mertens nicht zu rechnen.


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