In Griechenland befinden sich die Hafenarbeiter:innen in einem zweitägigen Streik. Sie fordern höhere Löhne und Arbeitssicherheit. Erst Ende Oktober war ein Arbeiter im Hafen von Piräus gestorben.

Am 25. Oktober ist ein Arbeiter im Hafen von Piräus ums Leben gekommen. Sein Körper wurde durch einen Portal-Kran in Stücke gerissen. Daraufhin befanden sich die Kolleg:innen der Container-Terminals I und II des Piers im Hafen von Piräus zwei Tage lang im Streik für bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere für wirkliche Sicherheitsmaßnahmen.

Unterstützung bekamen sie unter anderem von der „Militanten Arbeiter:innenfront Griechenland“ (PAME): „PAME fordert, dass die Verantwortlichen für dieses Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie fordert außerdem, dass die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer an den COSCO-Häfen und an allen Arbeitsplätzen ergriffen werden.“

Nun befinden sich die griechischen Hafenarbeiter:innen erneut im Streik. Am Mittwoch legten sie um 6:01 Uhr die Arbeit nieder. Damit folgten sie dem Aufruf der „Panhellenischen Gewerkschaft für Schifffahrt“ (PNO). Der Streik wird mindestens 48 Stunden andauern.

Zentrale Forderungen sind bessere Arbeitsbedingungen für alle Seearbeiter:innen in Griechenland unter anderem durch neue Tarifverträge mit tatsächlichen Lohnsteigerungen. Die Gehälter seien seit 2019 gleich geblieben, während man zugleich immer weniger Personal auf den Fähren einsetze, so die PNO.

Auch in Piräus waren am gestrigen Donnerstag Proteste gegen die katastrophalen Sicherheitszustände für die Hafenarbeiter:innen angekündigt.


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