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Mittwoch, April 17, 2024
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    Luftsicherheitspersonal fordert mit Streiks mindestens einen Euro mehr pro Stunde

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    Das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn wird am Montag in einen weiteren Warnstreik der aktuellen Tarifverhandlungen treten. Rund 13.000 Fluggäste sollen abgefertigt werden, der Flughafen rechnet mit “erheblichen Beeinträchtigungen”. Die Beschäftigten fordern nicht nur bessere Bezahlung, sondern auch Lohngleichheit. 

    Bereits am vergangenen Freitag hatten die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich den Düsseldorfer und Frankfurter Flughafen bestreikt. Dadurch, dass vor allem die Fluggastkontrolle nicht wie gewohnt stattfand, mussten allein in Düsseldorf 160 Flüge gestrichen werden. Die Beschäftigten sind außerdem für den Rollstuhlservice zuständig und in der Personal- und Warenkontrolle tätig.

    Insgesamt geht es in der aktuellen Tarifrunde um die Arbeitsbedingungen von rund 25.000 Arbeiter:innen. In den bisherigen zwei Verhandlungsrunden konnte der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nur mit Vorschlägen aufwarten, die die Gewerkschaft und Beschäftigten als provokant wahrnahmen.

    „In Düsseldorf werden aktuell mindestens 500 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Deshalb muss die Arbeit der Luftsicherheitskräfte finanziell attraktiv bleiben. Das Arbeitgeberangebot ist dafür nicht ausreichend und gleicht noch nicht einmal die Preisentwicklung aus. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

    Die ver.di fordert eine Lohnerhöhung von einem Euro pro Stunde über die nächsten zwölf Monate. Außerdem gehen die Beschäftigten gegen die Ungleichbezahlung unterschiedlicher Arbeitsbereiche vor: Die Arbeiter:innen, die als Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung beschäftigt sind, sollen den gleichen Lohn erhalten wie Luftsicherheitsassistent:innen, die in der Fluggastkontrolle arbeiten.

    Bisher werden diejenigen Beschäftigten, die in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle arbeiten, regional unterschiedlich bezahlt. Die Beschäftigten streiken auch dafür, dass der Stundenlohn an den bundesweit besten Satz angepasst wird.

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