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Freitag, März 1, 2024
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    Pandemie-Maßnahmen führen zu erhöhtem Drogenkonsum

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    Die Pandemie bringt viele Einschnitte mit sich, im öffentlichen, aber auch im privaten Leben. Das führt besonders bei Jugendlichen zu mehr psychischen Problemen und Krisen. Zur Bewältigung dieser Bedrängnisse wird öfter zu Rauschmitteln gegriffen, wie eine Studie nun zeigt.

    Die Einschränkungen, die diese Pandemie mit sich gebracht hat, löst bei fast allen Menschen Ängste aus. Der Alltag ist verändert, es gibt weniger Freizeitangebote oder Möglichkeiten, sich mit Freund:innen zu treffen und zu reden. Das führt besonders bei Jugendlichen zur Existenzängsten und psychischen Problemen.

    Um mit diesem Stress umzugehen, wird laut dem UN-Weltdrogenbericht aus dem Sommer 2021 und dem Jahresbericht der “Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogenkonsum” öfter zu Rauschmitteln gegriffen. Zwar führt die Pandemie laut dem Bericht nicht dazu, dass es mehr Erstkonsument:innen gibt, aber dass Menschen, die bereits Drogen nehmen, das öfter tun. Dem Bericht zufolge soll die Zahl der Menschen, die Drogen konsumieren, in den vergangenen Jahren nur leicht gestiegen sein. Zwischen 2018 und 2020 stieg die Zahl der Konsument:innen um rund sechs Millionen auf 275 Millionen an.

    Neben einem Anstieg von Alkoholkonsum werden bei 12-17-Jährigen neben Cannabis vor allem Ecstasy, Amphetamine, psychoaktive Pflanzen, Kokain und LSD am häufigsten konsumiert. Bei den 18- 64 Jährigen sind es neben Cannabis vor allem Amphetamine, neue psychoaktive Substanzen, Ecstasy, Kokain und Crack.

    Die Suchtberatungszentren stimmt das besorgt. Dort wurden mehr Beratungsgespräche mit Konsument:innen und Angehörigen verzeichnet. Besonders in Mitteldeutschland scheint der erhöhte Konsum vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zu treffen: “Es gibt derzeit eine hohe Offenheit von jungen Konsumenten, alle Stoffe auszuprobieren und einen Mix an Drogen wie Cannabis, MDMA, Tilidin zu nehmen”, so Franka Berger vom Suchtberatungszentrum in Magdeburg.

    Um gezieltere Hilfen anbieten zu können, hat ein Expertenteam aus Dresden als Antwort auf diesen erhöhten Konsum nun einen neuen Therapie-Ansatz vor allem für junge Drogenkonsument:innen entwickelt.

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