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Sonntag, Mai 19, 2024
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    Übergewicht, Drogenmissbrauch und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen deutlich gestiegen

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    Übergewicht, Drogenmissbrauch und Depressionen sind seit der Corona-Pandemie unter Kindern und Jugendlichen deutlich häufiger anzutreffen. Eine Studie der Krankenkasse DAK hat die Daten von über 80.000 Kindern und Jugendlichen aus dem Raum Berlin/Brandenburg ausgewertet.

    Die neuen Zahlen der DAK geben Auskunft über die psychische Lage bei Kindern aus Berlin und Brandenburg. Demnach sind in Berlin im Jahr 2020 von den Fünfzehn- bis Siebzehnjährigen 17 Prozent mehr Jugendliche wegen Depressionen behandelt worden als im Vergleich zum Jahr 2019. Unter den jüngeren Kindern sind die Behandlungen gleich geblieben oder leicht rückläufig. In Brandenburg hingegen sind die Depressionen unter den Zehn- bis Vierzehnjährigen um 33 Prozent und bei Kindern zwischen fünf und neun Jahren ebenfalls um rund 30 Prozent angestiegen.

    Innerhalb der Studie wurden die Jahre 2019 und 2020 miteinander verglichen. Dabei wurden 41.000 Kinder und Jugendliche aus Berlin und 40.000 aus Brandenburg untersucht, bzw. deren Daten im Abrechnungszeitraum ausgewertet. Neben einer hohen Dunkelziffer auf Grund der hohen Stigmatisierung bei einer Diagnose, sind Kinder und Jugendlichen nur unzureichend mit helfenden Maßnahmen konfrontiert. In vielen Schulen fehle es an ausreichend geschultem Personal.

    Alkohol und Cannabis

    Neben einem Anstieg des Alkoholmissbrauchs in Berlin bei den Fünfzehn- bis Siebzehnjährigen von 12 Prozent, stieg der Konsum von Cannabis um 50 Prozent an. Zudem seien Kinder der Grundschulen von Übergewicht enorm betroffen. Hierbei ergebe sich ein Plus von 21 Prozent in Berlin und 34 Prozent in Brandenburg.

    Expert:innen gehen davon aus, dass sich diese Zahlen im Zuge der Corona-Pandemie weiter verschärft haben. Dennoch seien die Schulschließungen und der Distanzunterricht nicht ursächlich dafür zu verantworten, da diese Krankheitsbilder bereits vor Corona ein tiefgreifendes Problem darstellten.

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