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Dienstag, März 5, 2024
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    Düstere Wirtschaftsprognosen für 2023

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    Diverse Expertengremien sagen übereinstimmend voraus, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2023 schrumpfen wird. Bei den Kleinunternehmen und Selbstständigen wächst die Angst vor einer Pleitewelle.

    Nach Angaben des ifo-Instituts blicken deutsche Unternehmen wenig optimistisch in die Zukunft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Oktober erneut gesunken.

    Insbesondere Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen geben verstärkt an, um ihre wirtschaftliche Existenz zu bangen. 19,5 Prozent aus dieser Kategorie gaben an, das Fortbestehen ihres Betriebes aus wirtschaftlichen Gründen mit Sorge zu betrachten. In der Gesamtwirtschaft beträgt dieser Wert durchschnittlich „nur“ 7,5 Prozent.

    Dieser pessimistische Blick in die Zukunft deckt sich mit den Prognosen verschiedener Expertengremien. So sagen die sogenannten Wirtschaftsweisen für 2023 eine Schrumpfung der Wirtschaft um 0,2 Prozent voraus, die Bundesregierung prognostiziert 0,4 Prozent. Die EU-Kommission äußert sich in ihrem Konjunkturbericht sogar noch pessimistischer: sie sagt 0,6 Prozent Schrumpfung der deutschen Wirtschaft für 2023 voraus.

    Damit sind die Prognosen für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im europäischen Bereich sogar besonders düster. Auch für die ganze Eurozone sagt die EU-Kommission nämlich eine Schrumpfung der Wirtschaft voraus, jedoch bisher nur für das 4. Quartal 2022 und für das 1. Quartal 2023.

    EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni spricht vor diesem Hintergrund davon, dass die Wirtschaft in Europa vor einem „Wendepunkt“ stehe. Ausschlaggebend hierfür seien: große Unsicherheit, hohe Energiepreise, Kaufkraftverluste bei privaten Haushalten, das schwächere globale Umfeld und striktere Finanzierungsbedingungen.

    Mit dem letzten Punkt sind hierbei die steigenden Zinsen gemeint, durch die viele Unternehmen, die sich zuvor praktisch unbegrenzt weiter verschulden konnten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, nun nicht mehr so leicht an Geld kommen und gegebenenfalls Insolvenz anmelden müssen.

    Die Kosten für den erneuten Kriseneinbruch werden die Unternehmen voraussichtlich wie üblich auf die Arbeiter:innen abwälzen, indem v.a. Personalkosten eingespart werden, oder anders ausgedrückt: Arbeiter:innen werden entlassen werden und die Arbeitsintensität wird erhöht werden.

     

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