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Dienstag, März 5, 2024
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    Hälfte der Renter:innen erhält weniger als 1000 Euro

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    Wer sein Leben lang schuftet, kann sich nicht unbedingt auf eine entspannte Rente freuen. Trotz steigenden Auszahlungen verharren immer mehr Menschen an der Armutsgrenze. Darüber hinaus fallen Unterschiede zu pensionierten Beamt:innen auf.

    Nach nur fünf Dienstjahren erhalten Beamt:innen im Ruhestand bereits eine Mindestpension von 1800 Euro. Als Rentner:in sind es 1600 Euro brutto – allerdings nur, wenn man auch 45 Jahre lang gearbeitet hat. Halbtagsstellen, zu wenige Beitragsjahre und ein geringer Lohn sorgen für niedrigere Renten. Vor allem Frauen werden aufgrund besonders niedriger Löhne durch die Armutsspirale im Alter bedroht.

    Doch dabei handelt es sich nicht um kleine Einzelfälle: von rund 21 Millionen Rentner:innen in Deutschland landen knapp 11 Millionen in der Kategorie „U-1000“, sie erhalten also weniger als 1000 Euro monatlich. Am Ende des Monats kann es also oft schnell eng werden, weshalb viele Menschen noch im hohen Alter dazu gezwungen sind, Nebenjobs und einfache Tätigkeiten anzunehmen.

    Mit einer durchschnittlichen Pension von 3200 Euro ist das für ehemalig im Beamtendienst Arbeitende nicht unbedingt notwendig. Darüberhinaus mussten sie in ihrem Berufsleben nie in die Rentenkasse einzahlen. Kritiker:innen sprechen deshalb von einer „Zweiklassengesellschaft im Alter“. Dabei hält er jedoch auch fest, dass es nicht die Pensionen sind, die unverhältnismäßig hoch seien. Vielmehr sollten die viel zu niedrigen Renten daran angepasst werden.

    Zwar sind die Renten voriges Jahr in reinen Zahlen so stark gestiegen wie schon seit Langem nicht mehr. Die Teuerungen konnte das jedoch nicht ausgleichen, was dem Kampf der Arbeiter:innenklasse um einen tatsächlichen Ausgleich der Teuerungen bei Löhnen und Sozialleistungen noch größeres Gewicht gibt.

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