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Montag, Mai 20, 2024
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    Über 500 Todesopfer bei Aufstand im Iran

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    Seit dem Beginn der Aufstände im Iran wurden über 500 Demonstrant:innen von der iranischen Polizei und dem Militär ermordet. Circa 20 000 Menschen wurden festgenommen. Etwa 100 droht nun ein Todesurteil.

    Laut Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) sind bei den Protesten im Iran seit September 2022 über 500 Menschen getötet worden, darunter auch 71 Minderjährige. Weitere 20 000 Menschen wurden verhaftet, etwa einhundert von ihnen droht ein Todesurteil.

    Die Proteste im Iran begannen im September als Reaktion auf die Ermordung der jungen Kurdin JIna Mahsa Amini durch die so gennante Sittenpolizei. Der Aufstand begann im iranisch besetzten Teil Kurdistans, weitete sich aber schnell auf das ganze Land aus. Neben Frauen und Kurd:innen schlossen sich viele Arbeiter:innen sowie unterdrückte Minderheiten wie die Belutschen den Protesten an.

    Iran: Vom Widerstand gegen Frauenunterdrückung zum Aufstand gegen die Diktatur

    Die iranische Regierung reagierte mit brutaler Repression. Es wurden Ausgangssperren verhängt und Demonstrationen, oft durch Beschuss mit scharfer Munition, aufgelöst. An vielen Orten wurde das Militär eingesetzt, Demonstrant:innen entführt, gefoltert und in einigen Fällen ermordet.

    Auch wurden bisher vier Demonstranten hingerichtet. Weitere elf wurden zum Tode verurteilt, die Urteile bislang aber noch nicht vollstreckt.

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