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Mittwoch, Mai 22, 2024
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    Weitere Chip-Fabrik im Saarland geplant

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    Als Teil der Kriegsvorbereitungen will Deutschland innerhalb der EU seinen Anteil an der weltweiten Chip-Produktion erhöhen. Nun soll im Saarland eine neue Fabrik errichtet werden.

    Ein Großteil der Halbleiter, die an allen Ecken und Enden der globalisierten kapitalistischen Weltwirtschaft gebraucht werden, kommt aus Taiwan. Dieses Geschäft ist jedoch zwischen China und den USA und deren Verbündeten umkämpft, wobei militärische Drohgebärden eine immer größere Rolle in dem Konflikt spielen.

    Verlagerung der Chip-Produktion als Teil der Kriegsvorbereitungen

    Dass es auch zu einem Krieg um Taiwan kommen könnte, scheint vor allem eine Frage der Zeit zu sein. In den USA holt man deshalb wieder mehr Halbleiter-Produktion ins eigene Staatsgebiet. Auch in Deutschland und der EU ist man sich dieser Entwicklungen bewusst.

    Bereits Anfang letzten Jahres, vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs, beschloss man den “EU Chips Act”: Mit ihm soll durch Investitionen in Höhe von 43 Milliarden Euro der Anteil der EU an der weltweiten Halbleiter-Produktion auf 20 Prozent verdoppelt werden.

    EU versucht Aufholjagd – 43 Milliarden für die Chip-Industrie

    In Deutschland zieht man dazu gerade bevorzugt US-Konzerne heran: so wird der bekannte Konzern “Intel” eine Fabrik in Magdeburg errichten. Die Entflechtung der globalen Abhängigkeiten in diesem Bereich dient dabei vor allem der Etablierung einer größeren Eigenständigkeit und ist Teil der Kriegsvorbereitungen aller Seiten.

    Neue Fabrik im Saarland

    Zu der Fabrik in Magdeburg soll sich nun auch eine im Saarland gesellen: Der US-Konzern “Wolfstorm” will mehr als zwei Milliarden Euro in die Errichtung einer Produktionsstätte im dortigen Ensdorf auf dem Gelände eines alten Kohlekraftwerks investieren.

    Hier sollen künftig Halbleiter aus Siliziumkarbid hergestellt werden. Auch der deutsche Automobilzulieferer “ZF” aus Friedrichshafen hält dort eine Minderheitenbeteiligung, jedoch die Mehrheit an einem parallel entstehenden Forschungszentrum. Voraussichtlich soll die Fabrik wohl aus Mitteln der EU, des Bundes und des Saarlands bezuschusst werden.

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