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Mittwoch, April 17, 2024
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    Westasien: Angriffe zwischen USA und Iran

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    Bei einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf eine US-Militärbasis in Syrien ist ein US-Mitarbeiter getötet worden. Die USA reagierten daraufhin mit Luftangriffen auf Ziele der iranischen Revolutionsgarden. US-Präsident Biden warnt den Iran vor weiteren Attacken.

    Nach einem vermutlichlich iranischen Drohnenangriff auf einen US-Militärstützpunkt in Syrien hat US-Präsident Biden den Iran vor einer Eskalation gewarnt: Die USA suchten keinen Konflikt mit dem Iran, „aber seien Sie darauf vorbereitet, dass wir zum Schutz unseres Volks kraftvoll handeln werden.“

    Zuvor hatte nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums eine Drohne den gemeinsam mit den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) betriebenen Militärstützpunkt Hesekê / Hassaka im Nordosten des Landes angegriffen. Dabei sei ein US-amerikanischer Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. Die US-Geheimdienste sprachen daraufhin von einer Drohne „iranischen Ursprungs“.

    Im Gegenzug starteten die USA daraufhin Luftangriffe auf mehrere Ziele von Verbündeten der iranischen Revolutionsgarden im Großraum Deir ez-Zor, wobei mindestens elf Milizen getötet wurden. Kurz darauf kam es zu einem erneuten Beschuss eines US-Militärstützpunktes in der Nähe von Al-Mayadin. Nach Angaben des Pentagon schlugen auf der Basis „Green Village“ zehn Raketen ein, verletzten aber niemanden. Die US-Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass hinter dem zweiten Angriff ebenfalls verbündete Kräfte des Iran stehen. Wie die SDF melden, schlugen einige der Raketen auch in der Kleinstadt Diban / Ziban ein und verletzten eine Frau und ihre Tochter.

    Türkische Angriffe auf Rojava und Südkurdistan halten an

    Das US-Militär ist aktuell mit knapp 900 Soldat:innen in Syrien stationiert. Der Iran gehört neben Russland zu den wichtigsten Verbündeten des syrischen Regimes von Baschar al-Assad, das aktuell etwa zwei Drittel des früheren Staatsgebietes kontrolliert. Die kurdischen Gebiete in Nordsyrien (Rojava) wurden Ende vergangenen Jahres erneut massiv vom türkischen Militär bombardiert. Die türkische Regierung droht schon seit geraumer Zeit mit einem Einmarsch in Rojava.

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