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Dienstag, April 23, 2024
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    Argentinien: Großdemo gegen IWF in Buenos Aires

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    Am Donnerstag gingen Hunderttausende in Buenos Aires gegen den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf die Straße. Diese Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit ihrer Hauptaufgabe, über die Vergabe von Krediten vor allem an Entwicklungsländer zu entscheiden, erscheint ihnen als zentraler Hebel insbesondere der USA zur Beherrschung anderer Länder.

    350.000 Menschen waren am Donnerstag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires auf der Straße, um gegen Hunger und Armut zu demonstrieren.  Aufgerufen hatten soziale Bewegungen und verschiedene Organisationen, zum Beispiel Gewerkschaften oder Erwerbslosenvereinigungen.

    Hugo Godoy, Generalsekretär der argentinischen Gewerkschaft “CTA Autónoma” sah darin einen „Meilenstein für die Einheit der sozialen Bewegungen“: „Die Einheit der Arbeiterinnen und Arbeiter, der formell und informell Beschäftigten ist unerlässlich, um Druck auf die Regierung auszuüben, sich nicht länger den Rezepten des IWF zu unterwerfen“, so der Gewerkschafter.

    Anlass für die Demonstration war die sich zuspitzende Situation der Arbeiter:innenklasse in Argentinien. Die offizielle Inflationsrate liegt bei fast 109%. Dazu kommen soziale Kürzungen, die durch die derzeitige Regierung von Alberto Fernandez vorgenommen werden, um die Vorgaben des Internationalen Währungsfonds zu erfüllen.

    Dazu hatte Fernandez im letzten Jahr ein neues Abkommen mit dem IWF unterzeichnet. Bereits sein Vorgänger hatte Kredite in elfstelliger Höhe bei der UN-Institution aufgenommen. Der IWF ist dabei maßgeblich von den USA dominiert und gilt als Instrument, die Abhängigkeit weniger mächtiger kapitalistischer Länder zu verstärken und dabei ihre Sozialsysteme durch an Kredite geknüpfte Strukturprogramme zu zerstören.

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