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Donnerstag, Mai 30, 2024
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    Erdrutsche, Überschwemmungen, Blitzeinschläge – schwere Unwetter in Slowenien und Österreich

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    Nach schweren Unwettern erlebt Slowenien derzeit die verheerendste Naturkatastrophe der letzten Jahrzehnte. In ihrem Verlauf haben bislang mindestens sechs Menschen ihr Leben verloren. Auch in anderen Ländern gilt weiterhin Hochwasseralarm, in Österreich erregen derweil insbesondere Erdrutsche Besorgnis.

    Aufgrund der heftigen Regenfälle sind seit dem Wochenende mehrere Dörfer in Slowenien von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende mussten von Hilfskräften per Hubschrauber mit dem Nötigsten versorgt werden, die Überschwemmungen zerstörten in der Gegend vor allem Straßen und die Energie-Infrastruktur. Ministerpräsident Robert Golob schätzte den bisher entstandenen Schaden am Samstag auf schon etwa 500 Millionen Euro.

    Bislang hat die Naturkatastrophe historischen Ausmaßes sechs Menschenleben in Slowenien gefordert. Darunter auch ein Mann, der bei der Beseitigung von Schäden geholfen haben soll. Im Verlauf der Unwetter wurden außerdem zwei niederländische Touristen beim Wandern in den Bergen durch einen Blitzeinschlag getötet. An der slowenischen Grenze in Südösterreich starb ebenfalls ein Mann, mehr als 300 Personen mussten ihre Wohnung verlassen.

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    Auch weitere Länder betroffen

    Zwar sind die Pegelstände der Flüsse in beiden Ländern mittlerweile gesunken, die anhaltend hohe Bodenfeuchtigkeit erhöht jedoch weiterhin die Gefahr von Erdrutschen. Einige Gebiete sind deshalb evakuiert worden. Obwohl die Lage angespannt bleibt, haben mittlerweile die Aufräumarbeiten begonnen. So hat auch das Technische Hilfswerk zwischenzeitlich Rettungskräfte nach Slowenien entsandt, Bagger und schweres Bergungsgerät sollen Abhilfe schaffen. Das Land hat außerdem die Hilfe der Europäischen Union und der NATO beantragt.

    In angrenzenden Ländern wie Kroatien ziehen die Unwetter ebenfalls schwere Folgen nach sich: Kroatische Behörden verzeichneten Rekord-Pegelstände an mehreren aus Slowenien kommenden Flüssen. In Polen kam es bislang nicht zu großen Überschwemmungen, dafür waren noch bis Montag mehrere zehntausend Haushalte im Osten des Landes ohne Elektrizität. Auch in Tschechien und der Slowakei drohten Flüsse wegen des andauernden Regens über die Ufer zu treten. In dieser Zeit der Extremwetter sorgten auch im Süden Deutschlands bis zu 30 Zentimeter hohe Hagelschichten in Baden-Württemberg für weitreichende Räumungsarbeiten.

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