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Dienstag, April 16, 2024
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    Krieg in der Arktis? Bundeswehr bereitet sich auf schnelles Eingreifen vor

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    Derzeit übt die Bundeswehr von Island aus das schnelle Eingreifen für den Fall eines Kriegs in der Arktis. Im Kampf um die Region, die für die Großmächte immer wichtiger wird, will man nun „vorneweg fliegen“.

    Unter dem Namen „Rapid Viking 2023“ übt die Bundeswehr noch bis Donnerstag den Krieg in der Arktis. Im Vergleich zu bisherigen Übungen der NATO ist die eigenständige Übung der deutschen Luftwaffe relativ klein angelegt. So nehmen an der Übung lediglich 30 Soldaten mit sechs Eurofightern sowie zwei Transportflugzeugen teil.

    Training für den Krieg

    Der Grund dafür ist, dass die Übung vor allem den Zweck hat, dass sich die Bundeswehr-Soldaten die nötigen Fähigkeiten aneignen, um im Rahmen einer „First Response“ zu agieren, also im Fall eines Ausbruchs von Kampfhandlungen zuerst vor Ort zu sein.

    Mit der Übung wolle man eine „strategische Message“ senden, so der Kommandoführer Marco Brunhofer. Ebenso will man die Soldat:innen auch kriegsfähig machen. „Bei Rapid Viking lernen sie, vorneweg zu fliegen, Leute sicher mitzunehmen. Also eine Rotte zu führen und die Verantwortung für bis zu zwei weitere Flugzeuge zu übernehmen. Wenn sie das dann gelernt haben, geht es für sie weiter, um combat ready und dann Schwarmführer zu werden“, so Brunhofer über die Bedeutung der Übung.

    Dafür wird täglich im isländischen Luftraum das Eingreifen im Kriegsfall und das Verlegen der 25 Tonnen Material geübt, die für die Übung mitgenommen worden sind.

    Bedeutung der Arktis wächst

    Hinter der „strategischen Message“, die vom Bundeswehr-Kommandoführer erwähnt wird, verbirgt sich letztendlich die gestiegene Bedeutung der Arktis im Kampf der verschiedenen kapitalistischen Großmächte.

    Denn trotz vermeintlich „grüner“ Regierung ist auch in Deutschland genau wie in den USA das Abschmelzen der Polkappen fest eingeplant. Dadurch ergeben sich verschiedene Probleme für Berlin und seine westlichen Verbündeten. So könnten neu entstehende eisfreie Seewege den russischen Konkurrenten stärken. Gleichzeitig werden die Rohstoffe der Arktis leichter erreichbar, was neue Kämpfe um die Beute zwischen großen Konzernen heraufbeschwört.

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