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Donnerstag, Februar 22, 2024
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    Bericht prognostiziert fast 15 Millionen Klimatote bis 2050

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    Bis ins Jahr 2050 könnte die Zahl der durch die Klimakatastrophe getöteten Menschen auf 14,5 Millionen ansteigen. Zu dem Ergebnis kommt ein Bericht der Unternehmensberatung “Oliver Wyman”, der auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgelegt wurde.

    Das Beratungsunternehmen Oliver Wyman prognostiziert Millionen von Klimatoten in den nächsten Jahrzehnten. Der auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgebrachte Bericht analysiert sechs zentrale Folgen der Klimakrise: Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, tropische Stürme, Waldbrände und das Ansteigen der Meeresspiegel.

    Laut der Analyse könnte die Klimakrise auf diese Weise bis zum Jahr 2050 zu 14,5 Millionen Toten weltweit und zu zusätzlichen Kosten von 1,1 Billionen US Dollar für die Gesundheitssysteme führen. Besonders fatal sollen dabei Überschwemmungen sein. Sie allein könnten laut Bericht bis 2050 für bis zu 8,5 Millionen Tote verantwortlich sein, viele davon durch Folgeschäden wie Ernteausfälle, Infektions- oder Atemwegserkrankungen. Besonders bedroht seien dabei die Küstenregionen und Inseln im asiatisch-pazifischen Raum.

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    Ein weiteres zentrales Problem seien laut dem Bericht die zunehmenden Dürren. Die damit verbundenen Hitzewellen gefährden besonders ältere Menschen und könnten bis 2050 1,6 Millionen Menschen das Leben kosten. Auch habe die mit den Dürren zusammenhängende sinkende Wasserqualität und Fruchtbarkeit der Böden unter anderem Auswirkungen auf die Kindersterblichkeit und könnte so insgesamt weitere 3,6 Millionen Todesopfer fordern. Auch würden steigende Temperaturen zu vermehrtem Auftreten von Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber führen. Besonders von der Klimakrise betroffene Regionen seien hier Afrika und (West)Asien.

    Der Bericht beruft sich auf ein Szenario des Weltklimarats, der von einem Temperaturanstieg von 2,7 Grad bis 2050 ausgeht. Die Ergebnisse sollen am kommenden Donnerstag in Davos besprochen werden. Bei dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos treffen sich führenden Monopolkapitalist:innen sowie Vertreter:innen führender kapitalistischer Staaten, um außerhalb staatlicher Institutionen die aktuelle Weltlage zu besprechen.

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