Die „Alternative für Deutschland“ (AfD)  hat ihre Kundgebungen zum 1.Mai in Düsseldorf und Hamburg nach der Ankündigung von Gegenprotest abgesagt. Dies wird von verschiedenen antifaschistischen Bewegungen als Erfolg gewertet.

Für Düsseldorf hatte die Interessensgemeinschaft „Arbeitnehmer in der AfD (AidA)“ zu einer Kundgebung von 1000 Personen aufgerufen. Nach den Eindrücken des Parteitags mit den massiven Gegenaktionen in Köln habe man sich jedoch entschieden, die Kundgebung abzusagen. Der AfD-Sprecher Strotebeck gab als Grund den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz an: „Wir sind sehr dankbar, dass die Polizei einen solchen Aufwand betreibt, um uns zu schützen. Aber irgendwann muss es ja auch mal gut sein“.  Schon bei vergangenen Wahlkampfauftritten dieser Art war es neben Protesten auch das Bild fehlender Teilnehmer, das der AfD zu schaffen machte. Möglicherweise hat auch die mangelnde Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft eine Rolle gespielt.

Auch in Hamburg wollte die „AidA“ ursprünglich am 1.Mai eine Kundgebung mit 2000 Personen auf dem Gänsemarkt durchführen, mit dem Slogan: „Das neue Rot der Arbeitnehmer ist Blau“. Nachdem unter anderen das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“  unter dem Motto „Internationale Solidarität statt antisozialer AfD-Politik“ zu Gegenprotesten aufgerufen hatte, sagte auch hier die AfD ihren Auftritt ab.

Es scheint, als werde dieses Jahr der 1.Mai weiterhin rot bleiben. Neben der AfD haben nämlich viele klassenkämpferische Bündnisse aus der gesamten BRD zu revolutionären 1.Mai-Aktionen aufgerufen.