Gefängnisleitungen versuchen Gefangene durch Repression zum Aufgeben zu bringen.

Mehr als 1.500 der insgesamt 6.300 palästinensischen Gefangenen in den israelischen Gefängnissen verweigern seit dem 17. April die Nahrungsaufnahme. Sie protestieren damit gegen die schlechten Bedingungen in den Haftanstalten.

Meldungen darüber, dass sich der Gesundheitszustand einiger Gefangener massiv verschlechtert habe, bestritt eine Gefängnissprecherin laut der palästinensischen Zeitung Maan am Montag. Die Entscheidung, an der Aktion teilzunehmen, sei persönlich, und jeder könne sie beenden, falls er sich nicht gut fühle, so die Sprecherin.

Seit Beginn des Hungerstreiks dürfen die Anwälte der Kämpfenden ihre Mandanten nicht mehr besuchen. Die von den Gefängnisleitungen vermeintlich ausgemachten Anführer des Hungerstreiks befinden sich in Isolationshaft und sind über das ganze Land verteilt worden. Außerdem soll der gesamte persönliche Besitz der Gefangenen konfisziert worden sein.

Auch der seit 30 Jahren in Frankreich in Haft sitzende Aktivist Georges Ibrahim Abdallah unterstützt die Forderungen der hungerstreikenden, palästinensischen Gefangenen. Er beteiligte sich mit anderen Gefangenen an einem dreitägigen Solidaritätshungerstreik.