Drohnen, Schutzausrüstung und aufgerüstete Waffen sollen Landespolizeien stärken.

Nicht nur die Bundespolizei hat in diesem Jahr durch die Anschaffung eines militärisch gepanzerten Wagens und der Aufstellung einer neuen Spezialeinheit „BFE+“ massiv aufgerüstet. Auch die Landespolizeien werden zur Zeit mit extrem hohen Geldbeträgen militärisch verstärkt.

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat zum Beispiel mit einem „Sicherheitspaket“ in Höhe von ca. 1,7 Millionen Euro ihre Polizei neu ausgerüstet. Sie will damit auf die Terroranschläge in Paris reagiert haben. Mit dem Geld sollte die Ausstattung der Polizei, insbesondere der Spezialeinheiten z. B. durch die Beschaffung eines gepanzerten Gruppenfahrzeuges, optimiert werden.

Im Fokus stehe aber auch die „umfassende Optimierung der Schutzausstattung und Bewaffnung“ insbesondere der Einsatzkräfte der Polizeipräsidien. So wurden zwischenzeitlich 944 schwere ballistische Schutzwesten, sogenannte „Plattenträgersysteme“, und ballistische Helme beschafft. Zudem wird derzeit die Einsatzreichweite der Maschinenpistole „MP5“ durch eine Beschaffung von rund 1.000 Zielhilfen, sogenannter „Leuchtpunkt-“ oder „Rotpunktvisiere“, erhöht.

Die Brandenburgische Polizei entwirft zur Zeit Szenarien, wie sie auf terroristische Angriffe mit Drohnen reagieren könnte. Dazu soll auch technisches Material zur Drohnen-Abwehr angeschafft werden. Genauere Details werden aus „einsatztaktischen Gründen“ nicht bekannt gegeben.

Bekannt ist jedoch, dass deutsche Polizeien bereits über mobil einsetzbare Mini-Radarsysteme verfügen (die bereits während dem G20-Gipfel in Hamburg eingesetzt wurden). Mit Kamerasystemen, Funk-Scannern und Mikrofonen können die Drohnen und auch diejenigen, die sie steuern, aufgespürt werden.

Die Polizei in Brandenburg werde sich jedoch auch selbst mindestens eine Drohne anschaffen, um sie an Tatorten, bei Demonstrationen oder bei Festnahmen durch Spezialkräfte einzusetzen, ließ die Pressestelle des Innenministeriums verlautbaren.