„Techniker Krankenkasse“ sieht Ursache in erhöhtem Stress in der Arbeitswelt

Laut dem „Gesundheitsreport“  der „Techniker Krankenkasse“ (TK) – eine Ersatzkasse / Gesetzliche Krankenversicherung – sind die Fehlzeiten bei Auszubildenden aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren  um 108 Prozent gestiegen. Zudem habe sich auch das Volumen der verordneten Psychopharmaka an Auszubildende in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt. Inzwischen bekommt jeder Auszubildende im Schnitt für zehn Tage im Jahr Medikamente gegen psychische Erkrankungen.

Grundsätzlich sind der Studie zufolge Auszubildende mit gut elf Fehltagen pro Kopf und Jahr in den Fehlzeiten eher unauffällig. Bei genauerem Hinsehen zeige sich aber, dass es auch in dieser Altersgruppe schon ausgeprägte gesundheitliche Belastungen gibt. So sind sie zwar weniger von schweren und langwierigen Erkrankungen betroffen als ihre älteren KollegInnen, sie sind aber doppelt so häufig krank geschrieben.

In dem „Gesundheitsreport“ stellt die TK deshalb auch die Frage: „Woran liegt es, dass Jugendliche und junge Erwachsene offenbar immer stärker psychisch belastet sind?“. Einerseits wird gemutmaßt, dass psychische Beschwerden heute „früher erkannt, besser diagnostiziert und weniger stigmatisiert“ würden.
Aber auch die „sich immer schneller drehende Arbeitswelt scheint dazu beizutragen, dass über alle Altersgruppen hinweg immer mehr Beschäftigte unter stressbedingten Beschwerden leiden.“