Auch andere westliche Länder exportieren Rüstung in Milliardenhöhe in Krisengebiete.

Trotz lautstarker und öffentlicher Kritik an den Entwicklungen in der Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan genehmigt die Bundesregierung Waffenexporte in Millionenhöhe. So sind seit Anfang 2017 Waffen im Wert von mehr als 25 Millionen Euro an die Türkei verkauft worden . Im Vorjahr lag der Export bis Ende August bei Rund 70 Millionen Euro. Das tatsächliche Gesamtvolumen von 2017 könnte allerdings deutlich höher liegen, da die Bundesregierung bei drei weiteren Genehmigungen keine Angaben zu deren Wert macht.

Unter den gelieferten Waffen sind Raketenabwehrsysteme für Marineschiffe (18 Millionen €) sowie „Infrarot-Wärmebildausrüstung“ (1,86 Millionen Euro), „Marinespezialausrüstung und -zubehör“ (1,85 Millionen Euro) oder „militärische Luftfahrzeuge/-technik“ (1,38 Millionen Euro).
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres fast dreimal so viele Ausfuhren von Kleinwaffen genehmigt wie im Vergleichzeitraum 2016.

Auch in die Monarchie Saudi-Arabien liefert Deutschland weiterhin Rüstung. Länder wie Großbritannien haben seit 2015 sogar Geschäfte über Kriegsgerät mit den Saudis im Wert von mehr als vier Milliarden Euro abgeschlossen. Die USA vereinbarten sogar Waffengeschäfte mit einem potenziellen Volumen von mehr als 90 Milliarden Euro mit Saudi-Arabien.
Die saudische Luftwaffe bombardiert momentan im Jemen Schulen, Krankenhäuser und Wohnviertel und verletzt und tötet Tausende Zivilisten.