Fusion europäischer Stahl-Sparte beschlossen. Betriebsräte kündigen Proteste an.

Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen hat der Essener Industriekonzern „Thyssenkrupp“ am Mittwochmorgen die Einigung mit dem indischen Konkurrenten „Tata Steel“ über ihre Fusion der europäischen Stahlproduktion bekannt gegeben. Der endgültige Vertrag über den Zusammenschluss soll Anfang 2018 verabschiedet werden.

Die aus der Fusion neu entstehende Gesellschaft soll ihren Firmensitz in den Niederlanden haben und jeweils zur Hälfte Thyssenkrupp und Tata Steel gehören. Durch die Zusammenlegung entsteht ein neuer Stahlriese mit rund 48.000 MitarbeiterInnen. Insgesamt sollen bei der Liaison und dem damit verbundenen Umbau der Konzernstruktur rund 4.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Proteste gegen Arbeitsplatzabbau angekündigt

Der Betriebsrat bei Thyssenkrupp und die Gewerkschaft IG Metall haben bereits Proteste gegen den drohenden Arbeitsplatzabbau angekündigt. Am kommenden Freitag haben sie zu einer Protestkundgebung in Bochum aufgerufen. Hier werden mindestens 5.000 Stahlkocher als Teilnehmer erwartet.

Zudem haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp angekündigt, geschlossen gegen eine Fusion mit dem indischen Konkurrenten zu stimmen. Das würde eine Verflechtung zwar nicht verhindern, wäre jedoch eine bisher noch nicht dagewesene Einigkeit der Arbeitnehmervertreter in der Konzerngeschichte.

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