Crew der „C-Star“ stellt Asylantrag in Barcelona. „Identitäre“ ließen Besatzung ohne Bezahlung, Treibstoff und Essen zurück.

Gestartet waren sie mit großer Inszenierung, um Europa vor einer angeblichen „Invasion“ von Geflüchteten zu retten. Aktivisten der faschistischen „Identitären Bewegung“ wollten auf dem Mittelmeer Flüchtlingsboote gewaltsam stoppen und zur Umkehr zwingen. Jetzt kam heraus: Die Aktivisten der selbsternannten Küstenwache haben sich offenbar von ihrem Schiff „C-Star“ aus dem Staub gemacht und die Crew allein gelassen. Dies meldete die österreichische Zeitung Kurier unter Berufung auf die „Internationale Transportarbeiter-Föderation“ (ITF). (Link)

Demnach hätten acht C-Star-Matrosen aus Sri Lanka nun Antrag auf Asyl in Barcelona gestellt, nachdem ihre Auftraggeber bereits Ende August ohne Bezahlung verschwunden seien. Ohne Proviant und Geld für Treibstoff schaffte es die unter mongolischer Flagge fahrende C-Star noch bis Barcelona, wo den Matrosen humanitäre Hilfe durch das Rote Kreuz angeboten wurde.

Die rassistische „Defend-Europe“-Mission endete damit ebenso chaotisch, wie sie begonnen hatte: Nachdem ihr Schiff schon verspätet ausgelaufen war, wurde in Zypern der Kapitän festgenommen. Fünf Besatzungsmitglieder stellten bereits dort Asylanträge. Kurz darauf gerieten die „Identitären“ in akute Seenot. Und angesichts eines massiven Widerstands z.B. von tunesischen Fischern gegen die Anti-Flüchtlings-Mission konnte die C-Star in zahlreichen Häfen nicht einlaufen (Link). Ein ITF-Funktionär bezeichnete die Organisation der Mission als „schulbubenhaft“.

Mit der nun abschließenden Bilanz von 13 Crew-Mitgliedern, die im Zuge von „Defend-Europe“ Asylanträge in Europa gestellt haben, dürfte die Mission daher wohl als vollendetes PR-Desaster im Gedächtnis bleiben.

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