Israelischer Pharmakonzern will 14.000 Stellen streichen.

Hunderttausende israelische ArbeiterInnen beteiligten sich am vergangen Sonntag an einem Solidaritätsstreik, der große Teile der Infrastruktur des Landes zeitweise lahm legte. Grund dafür war die Ankündigung des Pharmakonzerns „Teva“, weltweit tausende Stellen abzubauen.

Das Pharmazie-Unternehmen, das insbesondere bei der Herstellung von Generika (Nachahmer-Präparate von Marken-Medikamenten) weltmarktführend ist, kündigte am 14. Dezember an, weltweit 14.000 Stellen streichen zu wollen (Link).

Das entspricht etwa einem Viertel aller weltweiten Arbeitsplätze des Unternehmens. In Israel selbst sollen bis Ende 2019 1.700 ArbeiterInnen entlassen werden. Teva besitzt mit „Ratiopharm“ auch ein Tochterunternehmen in Deutschland. Bisher wurde sich nicht dazu geäußert, ob auch dort Entlassungen drohen.

Die kommenden Streichungen lösten große Empörung unter den ArbeiterInnen in Israel aus. Für Sonntag hatte deshalb der Gewerkschaftsverband „Histadrut“ zu einem halbtägigen Generalstreik aufgerufen. An diesem beteiligten sich hunderttausende ArbeiterInnen und legten damit Krankenhäuser, Banken und den Flughafen „Ben Gurion“ (Tel Aviv) für mehrere Stunden lahm.

Vor mehreren Teva-Standorten, wie beispielsweise auch in Jerusalem, wurde protestiert. Die Streikenden unterbrachen zeitweise den Straßenverkehr durch Blockaden, setzten Reifen in Brand und besetzten Gebäude des Unternehmens (Link).

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