Gewerkschaft sieht rechtes Potential unter den eigenen Mitgliedern.

Die Gewerkschaft IG Metall (IGM) warnt davor, dass sich Rechte und Faschisten zunehmend auch in den Industriebetrieben organisieren. Für die kommenden Betriebsratswahlen im Frühjahr hätten diese eigene Wahllisten angekündigt.

Auf der jährlich stattfindenden Konferenz des neu-rechten Magazins „Compact“ Ende November in Leipzig wurde eine gemeinsame Kampagne von den rechten und faschistischen Organisationen wie „Ein Prozent“, AfD und der „Identitären Bewegung“ zur Aufstellung oppositioneller Listen für die Betriebsratswahlen im März 2018 angekündigt.

Die IG Metall warnt nun vor diesen Listen und der Propaganda der Rechten. Das Ziel dieser alternativen Listen sei es, die Belegschaften zu spalten, so der Bezirksleiter der IG Metall Berlin/Brandenburg/Sachsen, Oliver Höbel, gegenüber dem MDR.

Mit einigen Positionen dürften die Rechten unter den ArbeiterInnen sicher punkten: So legen sie ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Gewerkschaftsspitzen – ähnlich wie die Manager im Betrieb – Spitzenverdienste hätten und oftmals ihre Kampfbereitschaft zu wünschen übrig lasse.

Zahlreiche Studien belegen, dass bei der letzten Bundestagswahl tatsächlich insbesondere Gewerkschaftsmitglieder überproportional die AfD gewählt haben: bis zu 15% sollen ihr Kreuz bei der rechten Partei gemacht haben. Dieses Potential werden die Rechten nun auch bei den Betriebsratswahlen zu mobilisieren versuchen.

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