Recherche zeigt: Zahlen bleiben niedriger als in den Jahren zuvor.

Dutzende Zeitungen und Nachrichtensendungen schrieben und berichteten nach Silvester über eine angebliche explodierende Gewalt gegen Rettungskräfte und Polizisten. Eine Recherche des Nachrichtenportals BuzzFeed ergab nun: In den 20 größten deutschen Städten gab es zu Silvester nur 6 verletzte Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch bei der Polizei gab es keine erhöhte Anzahl an Verletzten im Vergleich zu vorherigen Jahren.

Um die Zahlen zu erfassen hatte BuzzFeed Feuerwehr, Rettungsdienste der 20 größten deutschen Städte kontaktiert. Die Kölner Innenbehörde beispielsweise sprach davon, dass Übergriffe auf Rettungskräfte die „absolute Ausnahme“ seien und die Lage „an jedem Karneval schwieriger” sei. Abzüglich der Einsätze, die nichts mit Silvester zu tun hatten, gab es nach offiziellen Angaben vier Angriffe in der Silvesternacht – in ganz Deutschland.

Bei den Polizisten waren es nach offiziellen Angaben ca. 75 von denen ein Großteil den Dienst weiter ausführen konnte. Die Bundespolizeisprecherin sprach von einem „eher ruhigen Einsatzverlauf in der Silvesternacht”. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass es in der Statistik keinen Unterschied macht, ob ein Beamter von einer Flasche getroffen wird, oder selbst zum Beispiel umknickt. Ebenso melden sich Polizeibeamte oft vorsorglich verletzt, um im Falle von später auftauchenden Folgeschäden keine Probleme mit der Versicherung zu bekommen. Somit lag die Zahl nicht stark über den Verletzten in den letzten Jahren. Auffällig waren jedoch bewusstere Angriffe und Auseinandersetzungen mit der Polizei wie z.B. in Leipzig und Bremen.

Erst vor kurzem hatte das Bundesinnenministerium eine Kampagne für Mehr „Respekt“ gestartet.

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