IG Metall ruft hundertausende MetallarbeiterInnen zu 24-stündigen Warnstreiks auf.

Da es in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie nicht voran geht, hat die IG Metall ab heute ihre Mitglieder zu 24-stündigen Warnstreiks aufgerufen. In mehreren Bundesländern haben diese in der Nachtschicht ab 24 Uhr begonnen.

Laut Angaben des Münchener IG-Metall Chefs Horst Liscka wurde dabei unter anderem das Stammwerk des Lastwagenherstellers „MAN“ in München komplett lahmgelegt. „Die Streiktore sind besetzt, die Zelte aufgebaut. Bisher haben wir eine hundertprozentige Beteiligung der Beschäftigten an den Streiks“, so Lischka. Auch in den „Elbe Flugzeugwerken“ in Dresden wurde die Produktion still gelegt. Die Gewerkschaft berichtet von ersten Arbeitsniederlegungen und Einstellungen der Produktion in allen Bundesländern.

Die GewerkschaftsvertreterInnen gingen zu Beginn der neuen Warnstreikwelle von einer Beteiligung von mindestens 500.000 ArbeiterInnen in mehr als 250 Betrieben aus. Dabei sollen alle Branchen und Betriebsgrößen betroffen sein.

Die Arbeitgeberseite überlegt unterdessen, juristisch gegen die Warnstreiks vorzugehen. So kündigte unter anderem der Arbeitgeberverband „Nordmetall“ an, Klage beim Arbeitsgericht Frankfurt einzureichen. Heute Vormittag wollen sich die anderen regionalen Arbeitgeberverbände abstimmen, ob sie sich der Klage anschließen werden.

Bis zum Ende der Warnstreiks am Freitag soll es zu keinen neuen Gesprächen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebervertretern kommen.