Der massive Anstieg der weltweiten Schulden ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft.

Im dritten Quartal 2018 haben sich die weltweiten Schulden von Privathaushalten, Unternehmen und Staaten auf mehr als 244 Billionen Dollar belaufen. Das ist das Ergebnis des am Dienstag veröffentlichten Schuldenmonitors des Internationalen Finanzinstituts in Washington (Link).

Dank eines nach wie vor stabilen Wirtschaftswachstums vieler Länder entsprach die Verschuldung „nur“ rund 318 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Die Schuldenquote liegt damit knapp unter dem Rekordhoch im Herbst 2016 mit rund 320 Prozent. Gleichzeitig soll jedoch die absolute Verschuldung seit 2016 um zwölf Prozent gestiegen sein. Demnach gab es noch nie so viele Schulden wie heute. Seit 2007 hat sich allein die Verschuldung der Privatunternehmen weltweit von 29 auf 60 Billionen Dollar mehr als verdoppelt.

Steht ein noch größerer Crash bevor als vor zehn Jahren?

Die höchsten Schuldensteigerungen gibt das Institut bei Unternehmen in sogenannten „Schwellenländern“ (Aufsteigende Industriestaaten) und bei den Staatshaushalten der Industriestaaten an. Insbesondere die Schwellenländer haben seit vergangenem Jahr mit großem Kapitalabfluss (Rückgang von Investitionen und Krediten) von Investoren zu kämpfen, was zum sprunghaften Anstieg der Inflation in diesen Ländern bzw. massiven Wertverlusten der Währungen etwa gegenüber dem Dollar führt. Im vergangenen Jahr waren unter anderem Argentinien, Brasilien und die Türkei stark davon betroffen (Link).

Auch der Internationale Währungsfond (IWF) bezeichnet die massive Verschuldung als eines der wesentlichen Risiken für die Weltwirtschaft.

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