Immer weiter senkt die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für das laufende Jahr 2019: von 1,8 auf 1,0 und auf nun nur noch 0,5 Prozent.

Laut Informationen des Handelsblatts will die Bundesregierung am kommenden Mittwoch erneut offiziell die Erwartungen an das diesjährige Wirtschaftswachstum senken. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium heißt es, dass man nur noch von knapp 0,5 Prozent Wachstum ausgeht. Zuletzt hatte die Bundesregierung die Wachstumsprognose im Januar von 1,8 auf 1,0 Prozent gesenkt.

Von einer langanhaltenden Schwächung, einem Rückgang der Wirtschaftsleistung oder gar von einer Wirtschaftskrise möchte in der Bundesregierung nichts wissen. Für das kommende Jahr rechnet man bisher mit einem deutlich höheren Wachstum.

Zahlreiche Faktoren verunsichern dabei jedoch die Wirtschaftswissenschaftler. Im Vordergrund stehen dabei die unterschiedlichen Interessen der großen Industrienationen, die zu massiven Differenzen im Weltmarkt führen. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen dabei seit langem die offenen Auseinandersetzungen zwischen den USA und China. Doch auch Deutschland und die EU mischen bei diesem Kampf der Interessen und Absatzmärkte kräftig mit.

Die deutsche Industrie „fast im freien Fall“?

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) senkt seine weltweiten Wirtschaftsprognosen immer weiter ab. Für so gut wie alle Industrienationen sagt er im laufenden Jahr ein geringeres Wirtschaftswachstum voraus.

Neben den zunehmenden Widersprüchen auf Weltebene und steigenden Überkapazitäten in der Produktion wird auch die Umstellung auf neue Technologien wie Elektroantriebe, Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren weitere Unsicherheiten mit sich bringen. Bereits jetzt haben zahlreiche Unternehmen in Deutschland massive Sparkurse und den Abbau tausender Arbeitsplätze verkündet.