Menschen mit Migrationshintergrund sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Inzwischen liegt die Quote bei 46%. Das geht aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor. Die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten.

Demnach haben von den offiziell 2,3 Millionen arbeitslosen Menschen rund 1 Million einen Migrationshintergrund. Bezieht man Aufstocker mit ein, sind es sogar 57% von 4,1 Millionen Menschen. Solche erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gehen einer Lohnarbeit nach, erhalten jedoch so wenig, dass sie zusätzlich Geld vom Amt beziehen müssen. Dies ist auch ein Hinweis auf den hohen Migrationsanteil im Niedriglohnsektor.

Laut den Zahlen der Bundesagentur steigt auch die Anzahl arbeitsloser Geflüchteter. Diese Gruppe sei von 291.000 im Juni 2016 auf 591.000 im Dezember 2018 angestiegen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass Viele darunter in den letzten Jahren aufgrund ihrer Flüchtlingsanerkennung erstmalig in dieser Statistik auftauchen, da sie vorher einfach keine Arbeitserlaubnis hatten.

Die Zahlen zur Arbeitslosenstatistik müssen auch grundsätzlich mit Vorsicht betrachtet werden: So sind knapp 1 Million Menschen in der Statistik gar nicht aufgeführt, da sie beispielsweise in sogenannten „Maßnahmen“ des Jobcenters stecken. Sie sind „de-facto-arbeitslos“ und werden in einer anderen Statistik geführt, die sich mit „Unterbeschäftigung“ befasst. Auch ist die Angabe über den Migrationshintergrund nur freiwillig, rund 79% machten hier Angaben.

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