Nach gegenseitigem Raketenbeschuss und Bombenangriffen soll eine Waffenruhe weitere Angriffe fürs Erste verhindern. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte durch Bombardierungen.

Am vergangenen Wochenende kam es zu massiven militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem israelischen Militär und palästinensischen Gruppen im Gaza-Streifen. Beobachter sprechen von den größten Auseinandersetzungen seit dem letzten Gaza-Krieg vor fünf Jahren.

Eskalation am Wochenende

Auslöser für die militärische Eskalation dürfte der Tod von mehreren Palästinensern gewesen sein, die an der Grenze des Gaza-Streifens von israelischen Soldaten getötet wurden. Zuvor soll es Proteste gegen die seit zehn Jahren anhaltende israelische Blockade des Gaza-Streifens gegeben haben.

Am Samstag wurden dann einige hundert Granaten und Raketen aus Stellungen in Gaza in Richtung israelischer Siedlungen abgefeuert. Die israelische Luftwaffe antwortete mit der Bombardierung von 250 Zielen in dem kleinen Küstenstreifen.

Bei den Bombardierungen sollen nach bisherigen Angaben mindestens vier Israelis und 25 Menschen im Gaza-Streifen getötet worden sein. Hinzu kommen hunderte Verletzte, sowie massive Zerstörungen an Gebäuden und Infrastruktur im Gaza-Streifen.

Inoffizielle Waffenruhe

Gestern Abend deutete sich dann zunächst eine leichte Entspannung an. Wie verschiedene Medien berichten, soll eine bisher nicht bestätigte Waffenruhe ausgehandelt worden sein. Als Vermittler zwischen der israelischen Regierung und den palästinensischen Gruppen Hamas und islamischer Dschihad soll Ägypten fungiert haben.

Wie lange die Waffenruhe anhält, scheint ungewiss. Noch am Sonntag kündigte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weitere „massive Vergeltung“ durch das israelische Militär an.