Die faschistische Bewegung in Deutschland bewaffnet sich immer intensiver. So sind im letzten Jahr im Zuge von Ermittlungen gegen Rechte 1.091 Waffen entdeckt worden. Im Vergleich zu 2017 ist das ein Anstieg um über 60 Prozent.

Das geht aus einer kleinen Anfrage der Linkspartei an das Bundesinnenministerium hervor. Demnach habe die Polizei im letzten Jahr 563 rechtsmotivierte Straftaten verfolgt, darunter 235 Gewaltdelikte. Bei der Aufarbeitung der Fälle habe die Polizei insgesamt 1.091 Waffen registriert.

2017 gab es eine ähnliche Anzahl rechtsmotivierter Straftaten, jedoch wurden damals weniger Waffen sichergestellt: 676.

Matthias Quent vom „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ (IDZ) sieht deshalb „eine massive Aufrüstung und Bewaffnung der rechtsradikalen Szene“. Ihr Ziel sei  „die Einschüchterung der Gesellschaft und Vertreibung von Menschengruppen. Teile der Szene wollen sogar einen Bürgerkrieg“, so Quent.

Erneut rechtes Waffenlager aufgeflogen

Ursprung der Waffen unklar

Die Waffen, die aufgelistet wurden, umfassen laut der kleinen Anfrage Faustfeuerwaffen, Langwaffen, Kriegswaffen (oder wesentliche Teile davon), Spreng- und Brandvorrichtungen, Pyrotechnik, Spreng-Attrappen, Gas-, Luft-, Schreckschusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Reizgas- und Pfefferspray, Softair- und Gotcha-Waffen, Deko-Waffen, Wurfgeschosse sowie gefährliche Werkzeuge.

Woher die Waffen genau kommen, ist nicht aufgeführt. In Waffenlagern Rechtsgesinnter werden immer wieder Munition, Pistolen und Gewehre aus Polizei und Bundeswehrbeständen gefunden. Insbesondere in den letzten Jahren geht ein Rechtsruck auch durch Polizei und Bundeswehr.