Etwa 500 deutsche Soldaten sollen zusammen mit französischen Einsatztruppen in Mali stationiert werden. Auch ein Auslandseinsatz in Asien am Südchinesischen Meer ist im Gespräch.

„Deutschland soll mehr Verantwortung übernehmen“ – So verlautet es seit einiger Zeit aus dem Berliner Regierungsviertel. Im Rahmen dieser – letztlich militärisch gemeinten – „Verantwortung“, sind nun neue Auslandseinsätze des deutschen Militärs geplant.

Wie der Spiegel am Freitag berichtete, sollen die französischen Truppen in Mali bei der Mission „Tacouba“ („Säbel“) durch deutsche Einheiten unterstützt werden. Ziel sei es, malische Soldaten zu Spezialkräften auszubilden. Dafür sollen rund 500 deutsche SoldatInenn stationiert werden, darunter auch Soldaten des KSK (Kommando Spezialkräfte).

Das KSK war in letzter Zeit häufiger in den Medien, unter anderem wegen der Verstrickungen in rechtsradikale Netzwerke.

Wie der Staat den rechten Terror fördert

Die Ankündigung neuer Auslandseinsätze wird in Deutschland von einer Erhöhung der Rüstungsausgaben begleitet. Diese sollen laut CDU in den nächsten Jahren auf 2% des deutschen Bruttoinlandsprodukts angehoben werden, was etwa 70 Milliarden Euro bedeuten würde.

Trotz allem leugnet das Verteidigungsministerium die „konkreten Planungen“ zu neuen Bundeswehreinsätzen.