Nach zwei Wochen Debatten, Unterhaltung und teurem Essen endete am vergangenen Freitag in Madrid die COP25 (Climate Change Conference). Ergebnisse? Falsch gedacht! – Ein Kommentar von Max Rose

Das Ergebnis ist für alle, die sich auf Lösungen in der Klimakrise auf die COP verlassen haben enttäuschend. Das weitreichendste Ergebnis der Konferenz war ein Appel an alle 200 teilnehmenden Staaten, ihre Bemühungen im Punkt Klimaschutz zu erhöhen.

Eigentlich wollte die COP25 Regeln für Klimaschutz-Gutschriften beschließen. Die Idee dahinter war ein Gutschriftensystem, bei dem ein Land, das etwas mehr anthropogene Treibhausgase als andere einspart, Gutschriften verkaufen könne. Doch abgesehen von der Tatsache, dass ein solches System die Umweltbelastung global kaum bis gar nicht einschränken würde, kam diese Idee nicht zum Abschluss. Verschiedene Staaten konnten sich nicht darauf einigen, wie genau diese Gutschriften anzurechnen wären.

Protest gegen die COP25

Bereits vor Beginn der COP25 machten einige Fridays For Future (FFF)-Ortsgruppen unter dem Hashtag #NOCOP25 ihren Unmut gegen die Konferenz klar: Sie forderten vernünftige und konsequente Maßnahmen für den Klimaschutz und schenkten ihre Aufmerksamkeit lieber den für Demokratie und Umweltschutz kämpfenden Menschen in Chile, wo die COP25 ursprünglich stattfinden sollte.

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Eine FFF-Ortsgruppe schrieb bei Instagram: „Wir setzen kein falsches Vertrauen in die COP25, sondern in die Menschen, die wirklich und demokratisch etwas für die Rettung unseres Planeten tun.“

Andere KlimaaktivistInnen, die durchaus zu Beginn noch ihr Vertrauen in den Klimagipfel gesetzt hatten, wurden stark enttäuscht und protestierten auf der Konferenz durch eine Sitzblockade, ehe sie der Räumlichkeiten verwiesen wurden. Noch während die COP25 ihre Räume von Menschen befreite, die für den Klimaschutz kämpften, durften die Vertreter der Öl-Konzerne weiterhin mit den AbgeordnetInnen beisammen sitzen.