Maximal 12 Monate lang müssen ArbeiterInnen bisher mit dem Kurzarbeitsgeld auskommen. Der Bundesfinanzminister Scholz (SPD) schlägt vor, diesen Zeitraum auf 24 Monate zu verlängern.

Die Zeitspanne, in der ArbeiterInnen mit 60 % ihres Nettolohns auskommen müssen, lag bisher bei höchstens 12 Monaten. Ausgenommen ist der Fall, dass ein Unternehmen bis Dezember 2019 Kurzarbeit eingeführt hat, dann sind ohnehin bis zu 21 Monate möglich. Wenn der Arbeitsausfall länger als vier Monate über 50% liegt, dann erhöht sich das Kurzarbeitsgeld auf 70% des Nettolohns.

In dieser Zeit zahlt nicht das Unternehmen die Löhne, sondern die Bundesagentur für Arbeit.

Belastung der Unternehmen für unbestimmte Dauer

Scholz äußerte sich gegenüber der Bild am Sonntag, dass ein Ende der „Corona-Krise“ nicht abzusehen sei. Aus diesem Grund sei wichtig, die Unternehmen in dieser belastenden Zeit nicht allein zu lassen. Die Höchstdauer des Kurzarbeitsgeld auf 24 Monate zu verlängern, sei dafür eine geeignete Maßnahme.


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