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Freitag, März 1, 2024
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    Vier Millionen Menschen verließen seit Wiedervereinigung den Osten

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    Fast vier Millionen Menschen haben in den letzten 30 Jahren Ostdeutschland verlassen, um in den Westen zu ziehen. Besonders junge Menschen wählten diesen Weg, um der Perspektivlosigkeit zu entfliehen.

    Von 1991 bis 2019 wanderten 3,86 Millionen Menschen aus den fünf neuen Bundesländern in den Westen ab. Das sind 1,23 Millionen Menschen mehr, als umgekehrt. Fast die Hälfte der Weggezogenen, nämlich 1,78 Millionen, waren zu der Zeit zwischen 18  und 29 Jahre alt.
    Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Fraktion der Linkspartei im Bundestag hervor.

    Dabei waren die Zahlen 1991 (Wanderungsverlust von 165.000) und 1992 (90.000) besonders hoch. Danach sanken sie zunächst wieder, bis sie ab 1997 wieder anstiegen.
    Ab 2002 gab es wieder einen Rückgang der Zahlen, bis 2014 Sachsen als erstes ostdeutsches Bundesland wieder mehr Zu- als Weggezogene verzeichnete. 2019 gab es hier in allen neuen Bundesländern zusammen eine „positive“ Differenz von 1.000 Menschen.

    Grund für den massiven Wegzug sind vor allem die unterschiedlichen Lebensverhältnisse zwischen Ost und West. Insbesondere die Jugend ist in den meisten Gebieten Deutschlands mit großer Perspektivlosigkeit konfrontiert. Grund dafür ist vor allem die Deindustrialisierung, die weiter voran schreitet und durch die Wirtschaftskrise verschärft wird.

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