Eine noch immer offene Frage im Wirecard-Skandal ist die des Vermögens der ehemaligen Führungsriege und dessen Verbleib. Nun berichtet der Business Insider von einem Millionenvermögen, das Ex-Chef Markus Braun bei einer Münchener Privatbank liegen haben soll. Dort ist es arretiert.

Auf Grundlage von ihm vorliegenden Dokumenten berichtete das Magazin Business Insider über das wohl noch immer in Millionenhöhe liegende Vermögen des ehemaligen Wirecard-Chefs Markus Braun. Er soll über seine „MB Beteiligungsgesellschaft“ ein Vermögen in mindestens siebenstelliger Höhe bei der Münchener „Bethmann“Bank liegen haben. Lange hatte es geheißen, dass bei Braun auch nach der Insolvenz von Wirecard „nichts zu holen“ sei.

Bereits zu Beginn des Wirecard-Skandals hatte die Bank eine besondere Rolle gespielt: Einen Tag vor der Insolvenz des Finanzdienstleisters hatte Brauns Beteiligungsgesellschaft Aktien im Wert von über 6,5 Millionen Euro abgestoßen. Daraufhin wurde Anzeige gegen Braun wegen Insiderhandels erstattet.

Beim Wirecard-Skandal handelt es sich um einen der größten Finanzskandale der deutschen Geschichte. Dabei wurden unter anderem Anleger:innen durch Bilanzfälschungen getäuscht. Schon vor der Insolvenz im Juni 2020 gab es Hinweise auf ein solches Vorgehen. Bedeutende Politiker:innen sahen dabei scheinbar sehenden Auges zu.

Wirtschaftsverbrechen Wirecard – auf Kosten von MitarbeiterInnen und SteuerzahlerInnen

Dahinter stand wohl die Hoffnung, auch in Deutschland ein Tech-Weltmonopol zu schaffen, welches im Wettbewerb mit anderen imperialistischen Konkurrenten mithalten könnte.

Geprellte Anleger:innen hoffen nun nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Millionenvermögens von Braun auf mögliche Entschädigungen.

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