Eine Studie der US-amerikanischen Brown University, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, gibt einen Überblick über die materiellen Kosten und menschlichen Opfer, die der „War on Terror“ der USA gefordert hat. Auch Deutschland war Teil vieler dieser Kriege.

Die Studie trägt den Titel „Costs of War“ und enthält Schätzungen zu den Zahlen der Kriegsopfer aller Kriege nach den Anschlägen des 11. September 2001 in den USA. Die USA hatten daraufhin einen „Krieg gegen den Terror“ (War on Terror) ausgerufen.

In die Studie einbezogen wurden der Krieg in Afghanistan, im Irak, aber auch die Kriege in Syrien, Pakistan und Somalia. Schwierigkeiten bei der Arbeit der amerikanischen Wissenschaftler:innen bereitet jedoch, dass die USA lediglich über die eigenen Opfer Statistiken fühent und nicht über die Zahl der Opfer auf Seiten ihrer Feinde.

Nichtsdestotrotz kommt die Studie zum Schluss, dass mindestens 929.000 Menschen durch direkte Kriegsgewalt getötet wurden und ein Vielfaches dieser Zahl durch die Folgeeffekte wie zum Beispiel Hunger oder mangelnde medizinische Versorgung.

387.000 der Getöteten sind Zivilist:innen und 38 Millionen Menschen wurden in diesen Kriegen vertrieben und sind zu Flüchtlingen geworden.

Für diese Kriege hatten allein die USA 8 Billionen USD ausgegeben.

An dieser Stelle muss betont werden, dass diese Zahlen lediglich eine traurige Zwischenbilanz darstellen, da der „War on Terror“ nicht für beendet erklärt wurde, ganz zu schweigen von irgendwelchen Anzeichen dafür, dass die USA und ihre Verbündeten wie Deutschland in Zukunft auf Kriege verzichten würden, um ihre Interessen weltweit durchzusetzen.


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