Im Hafen der georgischen Stadt Batumi hatten zuletzt die Arbeiter:innen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Nach Erfüllung der gewerkschaftlichen Forderungen ist der Streik nun beendet.

Am Montag waren die Beschäftigten des Batumi International Container Terminal in den Streik getreten.  Das Terminal wird von der ICTSI (International Container Terminal Services Inc.) betrieben, die sich mehrheitlich im Besitz des philippinischen Milliardärs Enrique K. Razon Jr. befindet. Der Hafen in Batumi gilt vor allem in Hinblick auf den Kaukasus als geopolitisch wichtig.

Von den 120 Beschäftigten zählt die Gewerkschaft des Batumer Meerhafens 80 als Arbeiter:innen. Diese hatten sich in der vergangen Zeit mehrfach über die Arbeitsbedingungen beschwert. So werden die Löhne jedes Jahr um vier Prozent. Die Warenpreise sind in Georgien im November im Vergleich zum vergangenen Jahr jedoch um 12,5 Prozent gestiegen, bei Nahrungsmitteln und nicht-alkoholischen Getränken sogar um 17 Prozent.

Auch Unterbesetzung, Überarbeitung, unbezahlte Überstunden und das Ausführen von Tätigkeiten, die nicht im eigenen Tätigkeitbereich liegen, waren Probleme.

Noch am gleichen Tag wurde eine Einigung zwischen der Kapitalseite und den Arbeiter:innen erreicht. Das derzeitige Durchschnittsgehalt von 1000 bis 1300 Georgischen Lari (284 bis 370 Euro) soll ab Januar um 15 Prozent erhöht werden. Zudem soll es künftig 24 Urlaubstage im Jahr sowie einen einmaligen Bonus von einem halben Monatsgehalt geben.


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