In der Dominikanischen Republik wird zum 48-stündigen Streik gegen steigende Lebenshaltungskosten aufgerufen. Nach Straßenprotesten bereits in den vergangenen Wochen soll der Kommunalstreik am 1. und 2. März in der nordöstlichen Stadt San Francisco de Macorís stattfinden.

Unter dem Motto „Auf die Straßen, denn niemand kann das ertragen!“ ruft die Bewegung „Frente Amplio de Lucha Popular” (Breite Front des Volkskampfes, FALPO) zu dem zweitägigen Streik auf. Auslöser sind die stark gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel, Kraftstoffe oder Medikamente: Zwischen 2021 und 2022 betrug der Anstieg rund 50 Prozent. Die Menschen würden dem nicht tatenlos zusehen und hätten keine andere Wahl, als den Kampf dagegen aufzunehmen.

FALPO nimmt vor allem die Regierung in die Verantwortung und wirft ihr Gleichgültigkeit gegenüber der Situation der Bevölkerung vor. Der Präsident Luis Abinader habe in seiner 18-monatigen Amtszeit keine Lösungen für die Probleme in Angriff genommen – trotz riesiger Kredite in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar.

Stattdessen leugne die Regierung die angespannte Situation und erklärte die Preissteigerungen für vorübergehend, später dann: außerhalb ihrer Kontrolle. Jesús Vazquez, der dominikanische Innen- und Polizeiminister, warf den Protestierenden lediglich vor, von der Opposition finanziert zu sein, und dass außerdem soziale Forderungen dabei keine Rolle spielen würden.

Türkei in der Krise – Von unten kommt Widerstand

Proteste gegen Inflation und Teuerung finden gerade in vielen Teilen der Welt statt, so auch in der Türkei oder selbst in Deutschland. Hier zeigt sich, wie fatal die Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftskrisen für die internationale Arbeiter:innenklasse sind – aber auch, wie wir uns dagegen wehren können.

Aktionswoche: Preisexplosionen? – Nicht auf unserem Rücken!


Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.