Der Bundeswehroffizier und Mitglied des faschistischen „Kreuz“-Netzwerks Franco A., wurde letzten Sonntag erneut festgenommen. Durch seine Festnahme im Mai 2017 flog die Gruppe „Nordkreuz“ und mit ihr eine bundesweite Vernetzung von faschistischen Bundeswehr-, Polizei- und Sicherheitskräften auf.

Der Prozess gegen Franco A. läuft vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Kurz vor dem Abschluss der Beweisaufnahme seien laut einer Gerichtssprecherin „Gegenstände“ in seinem Besitz gefunden worden, die als Beweismittel dienen könnten. Aufgrund von bestehender Flucht- und Verdunkelungsgefahr sei der Haftbefehl erlassen worden.

Franco A. wurde 2017 am Wiener Flughafen festgenommen, als er eine Pistole aus einem Versteck in einer der Toiletten holen wollte. Zu seinen konkreten Plänen sollen Anschläge auf Politiker:innen gezählt haben, um dann Geflüchtete dafür verantwortlich zu machen. Dafür hatte er sich auch eine zweite Identität als syrischer Geflüchteter zugelegt. Des Weiteren besorgte er sich Waffen und Munition aus Bundeswehrbeständen.

Faschistischer Bundeswehroffizier Franco A. aus U-Haft entlassen

Die weiteren Ermittlungen legten dann offen, dass es sich hier – wie so oft – offenbar nicht um einen „Einzeltäter“ handelt, sondern um eine rechte Terrorzelle. Franco A., der Offizier Maximilian T. und der Soldat Mathias F. sowie mindestens vier weitere Personen standen in direktem Kontakt miteinander und tauschten in einer WhatsApp-Gruppe faschistisches Gedankengut aus. Ebenso reichten ihre Kontakte in das Netzwerk „Nordkreuz“, das sich deutschlandweit mit weiteren „Kreuz“-Gruppen organisierte. Von allen Verfahren gegen Mitglieder von Nordkreuz ist jenes gegen Franco A. das letzte, bei dem das endgültige Urteil noch aussteht.

Das Netzwerk des rechten Terrors


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